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Ja, in der Standardausführung ist ein sehr hartes Gummifederelement in das Neigegelenk integriert, das die senkrechte Ausgangslage des Fahrzeugs stabilisiert und nur eine eingeschränkte Seitenneigung erlaubt. Darüber hinaus besteht optional die Möglichkeit, mit einer Spurweite von 500mm statt mit 300 mm zu fahren. Das Swingtrike kann trotzdem in die Kurve geneigt werden und “hängt” beim Geradeausfahren auf unebenen oder schrägen Straßen nicht zur Seite. Straßenunebenheiten oder Schrägen werden ebenfalls ausgeglichen.
Bei herkömmlichen Fahrrädern wird der Sattel so eingestellt, dass das vordere Ende eine knappe Hand breit vom senkrecht auf das Tretlager gefällten Lot entfernt ist und die Ferse des ausgestreckten Beins, ohne Abkippen des Beckens, gerade noch das Pedal erreicht. Am Swingtrike ist der Sattel ca. 20cm weiter hinten angeordnet und es bietet eine höhere Lenkerposition. So wird die ergonomisch günstige Beugung des Oberkörpers in Relation zum gestreckten Oberschenkel beibehalten und eine angenehm aufrechte Körperhaltung erreicht. Der Blick des Fahrers ist nicht mehr zum Boden gerichtet, sondern geradeaus orientiert, ohne die Nackenmuskulatur zu verspannen. Trotz gestrecktem Bein, ergibt sich in dieser hinteren Sitzposition eine Sattelhöhe, die im Vergleich zu herkömmlichen Fahrrädern ca. 6cm tiefer ist. Somit muss man sich beim Anfahren und Anhalten kaum mehr auf Zehenspitzen stellen. Da die Tretkurbeln 1cm kürzer sind als üblich und die Höhe des Rahmens durch Einstellschrauben an der Neigetechnik nochmals reduziert werden kann, bietet das Swingtrike ein sehr komfortables Fahren und Anhalten.
Die Summe der zuvor genannten Eigenschaften macht das Swingtrike zum idealen Lernfahrzeug für Menschen, die ihre Beweglichkeit und Balance trainieren möchten. Selbst absolute Fahranfänger oder Leute, die sich nach Unfällen geschworen haben, nie wieder ein Fahrrad zu benutzen, kommen gut damit zurecht. Bei eingeschränkter Bewegungsfreiheit des Kniegelenks kann mit verkürzten Tretkurbeln der alte Fahrspaß wieder erlebt werden. Und selbst Menschen, die durch eine Behinderung wie das Down-Syndrom herausgefordert werden, gewinnen durch die Freiheit der dynamischen Kurvenfahrt zusätzliche Lebensqualität. Lediglich bei spastischen Lähmungen oder extremen Muskelschwächungen muss auf ein starres Dreirad ausgewichen werden.
Im Vergleich zu zwei angetriebenen Hinterrädern bringt der Frontantrieb weniger Gewicht auf die Waage, weil er kein zusätzliches Differenzial oder entsprechende Freilaufeinrichtungen benötigt. Außerdem erlaubt diese Konstruktion das Einklappen der Hinterradschwingen. Da der Lenkeraufbau nach unten geschwenkt werden kann, findet das zusammengeklappte Swingtrike im Kofferraum eines normalen PKW's mit Heckklappe Platz.
Das Swingtrike bietet vor allem eine sensationelle und sichere Kurvenfahrt. Obwohl es kein Mountainbike ist und eher als bequemes Stadt- und Tourenrad genutzt wird, kann man selbst 15%ige Steigungen problemlos bewältigen. Bei Bedarf kann der Fahrer sogar wie mit einem herkömmlichen Fahrrad aus dem Sattel gehen und im „Wiegetritt“ weiterfahren.
